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Gesellschaftsrecht

GmbH oder UG: die Entscheidung hängt selten am Stammkapital

25.000 Euro gegen einen Euro klingt eindeutig. In der Praxis entscheiden andere Faktoren.

10 Min. Lesezeit

Die UG braucht einen Euro Stammkapital, die GmbH 25.000 Euro, von denen 12.500 sofort einzuzahlen sind. Wer nur darauf schaut, wählt oft die Rechtsform, die später teurer wird.

Was die UG tatsächlich kostet

Eine UG muss ein Viertel ihres Jahresüberschusses in eine gesetzliche Rücklage einstellen, bis 25.000 Euro erreicht sind. Das Geld ist gebunden, nicht ausschüttbar, und die Umwandlung in eine GmbH kostet erneut Notar und Handelsregister. Wer absehbar profitabel arbeitet, zahlt den Betrag also ohnehin, nur verteilt und mit Aufschlag.

Woran wir die Empfehlung festmachen

  • Wie schnell und wie hoch Gewinne erwartet werden.
  • Ob Banken, Vermieter oder Großkunden im Spiel sind, für die das Stammkapital ein Signal ist.
  • Ob mehrere Gesellschafter beteiligt sind und wie deren Anteile später beweglich bleiben sollen.
  • Ob eine spätere Aufnahme von Investoren realistisch ist.

Bei einem Nebenerwerb mit überschaubarem Risiko ist die UG oft richtig. Sobald externe Partner mitreden, wird das niedrige Kapital regelmäßig zum Gesprächsthema.

Wir gehen die Punkte in einem Termin durch und entwerfen den Gesellschaftsvertrag so, dass er auch dann noch trägt, wenn sich die Beteiligungen ändern.